5. Der Visionär: Vergehen an Natur und Umwelt: In Borneffs Werken zum Thema Umwelt und Natur begegnet uns der Blick des Visionärs. Mit Zeichenstift, Gravurgerät und Pinsel hat er Entwicklungen und Erscheinen zu einem Zeitpunkt auf die Leinwand oder das Papier gebracht, als für die meisten Menschen Natur- und Umweltschutz noch ein Thema esoterischer Außenseiter war: Die Lithografie „Der Regenbogen über der Fabrik“ ist geradezu ein Symbolbild verantwortungsloser Umweltzerstörung, die beiden Grafiken „Treppenhäuser“ und „Gleise, Brücken, Torbögen“ können als eindringliche Warnungen vor unkontrollierter Verbauung von Wohngebieten und Landschaft gelten. Und schließlich die Lithografie „Das gefleckte Ungeheuer“ aus dem Jahr 1973: ein Aufschrei gegen das Vergehen an der Kreatur. Denn für wen war zu dieser Zeit die Käfighaltung von Wildtieren denn schon ein Thema?
Die Coburger Schau „Krieg und Nachkriegszeit“ in der Rückertstraße 3 in Coburg verdeutlicht Borneffs Themen und Techniken mit eindringlicher Ruhe. Auf dieser Aufnahme drei Motive des Künstlers, welche den Themenkreisen 4 und 5 zuzurechnen sind. Die Dokumentation erfolgte am 5. Mai 2025 bei einer vom BDS (Bund der Selbstständigen) organisierten Führung.
Die Führung leitete Rupert Appeltshauser, – ehrenamtlich in der Kulturarbeit aktiv; seit 17.06.2025 stellvertretender Vorsitzender der Initiative Stadtmuseum Coburg e.V. Verantwortlich für die Umsetzung: „Wirgestalten e.V.“ – Studierende der Hochschule Coburg aus Produktdesign, Innenarchitektur und Architektur. Eröffnung am 22.03.2025, Verlängerung bis 11.05.2025.
Herzlichen Dank an die Städtischen Sammlungen Coburg (SSC) für die Erlaubnis, die Bilder auf meiner Website veröffentlichen zu dürfen.
Bilddaten: Werkgruppe: „Oil“ (Lithografie, 1980), „Bügelflasche“ (siehe Beschriftung), „Treppenhäuser“ (Grafik, 1957) – Fundus der Städtischen Sammlungen Coburg.



