Image Handarbeit

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Das Plakat im Gärkeller zeigt und beschreibt anschaulich: Der Beruf des Brauers ist ein Handwerksberuf. War den Gärvorgang beendet und das entstandene Bier aus dem Bottich entleert, begann die eigentliche Arbeit. Das Gärbecken musste auf penibelste Art von Hand gereinigt werden, um zu verhindern, dass sich unerwünschte Keime oder Bakterien entwickeln.

Auch war das Arbeiten im Gärkeller und in den Becken nicht ganz ungefährlich. Immer wieder wird auch heute noch die Gefahr einer CO₂-Vergiftung unterschätzt. Während des Gärprozesses wird durch die Hefe der Zucker in der Würze innerhalb von fünf bis acht Tagen zu Alkohol (Ethanol) und Kohlenstoffdioxid vergoren. Das dabei entstehende Gas wird dabei abgesaugt.

Dennoch können durch technische Fehler oder durch Unachtsamkeit schwerwiegende Unfälle passieren. Deshalb gibt es, was die Konzentration des CO₂-Gases anbelangt, sehr enge gesetzlich vorgeschriebene maximale CO₂-Arbeitsplatzkonzentrationen (MAK), und es gilt, diese unbedingt einzuhalten. Eine Installation einer CO₂-Sicherheitseinrichtung in Form einer optischen und einer akustischen Warnmeldung bedeutet in diesem Fall eine Lebensversicherung für die Personen, die im Gärkeller arbeiten.

Der MAK-Wert ist für einen 8-Stunden-Arbeitstag als Tagesmittelwert auf höchstens 0,5 % Volumen festgesetzt. Der Kurzzeitwert darf 1 % Volumen nicht überschreiten. Ansonsten drohen bei einer dauerhaft höheren Konzentration im ersten Fall chronische Beschwerden wie Unwohlsein, Mattigkeit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Im zweiten Fall treten die gleichen Symptome auf, die sich bis zu einem Volumen von 5 % steigern. Liegt der CO₂-Anteil zwischen 5 und 10 % wird die Atmung mühsam, man verliert das Urteilsvermögen und es folgt kurzfristig der Tod. Bei einem Anteil von über 10 % wird man innerhalb einer Minute bewusstlos. Es besteht akute Lebensgefahr und es tritt kurzfristig der Tod ein.